DMS ist eine Autoimmunkrankheit, die vor allem bei Shelties, aber auch bei Collies und Australian Shepherds auftreten kann. Sie tritt in der schweren Form eher selten beim Collie auf, verdient aber trotzdem unsere Beachtung. Wie bei den meisten Autoimmunerkrankungen gibt es eine genetische Komponente und Umweltfaktoren (Stress, Ernährung, Haltung), die letztendlich zum Auftreten von Symptomen führen. Für die genetische Komponente gibt es nun einen Gentest, der die beiden Hochrisikogene für die Erkrankung bestimmen kann. Die Bestimmung der Hochrisikogene erlaubt uns keine konkrete Aussage „der Hund hat DMS oder nicht“, sondern grenzt das Risiko ein, an dieser Erkrankung zu erkranken. Wir können also auf Grund des Tests eingrenzen, ob der Hund auf Grund seiner Genetik ein geringes (um die 4%), ein erhöhtes (ca. 50%) oder ein sehr großes (über 95%) Risiko hat, an DMS zu erkranken. Dadurch sind wir in der Lage, durch gezielte Verpaarungen das Risiko für die Nachkommen so gering wie möglich zu gestalten. Dieser Test wird also genauso eingesetzt, wie der Hochrisikofaktor-Test bei Degenerativer Myelopathie.