DERMATOMYOSITIS

Was ist Dermatomyositis?

Dermatomyositis ist eine entzündliche Erkrankung von Haut, Muskulatur und Blutgefäßen bei Hunden. Obwohl sie auch bei anderen Rassen beobachtet wurde, tritt die Erkrankung in erster Linie bei Shelties, Collies und ihren Kreuzungen auf. Bei diesen Rassen scheint die Erkrankung vererblich zu sein(siehe: Rassedispositionen). Die genaue Ursache ist unbekannt.

Wie sieht Dermatomoysitis aus?

Abb. 1: Dermatomyositis im Gesicht

ABB. 1: DERMATOMYOSITIS IM GESICHT

Die Hautveränderungen zeigen sich zumeist im Alter von sieben Wochen bis 6 Monaten. Sie finden sich am häufigsten auf dem Nasenrücken (Abb. 1), an den Ohren, den Pfoten (Abb. 2) und an der Schwanzspitze. Hier sieht man Haarverlust, Rötung, Schuppen und Krusten. Manche Tiere bilden auch Geschwüre an Mund, Ballen und Nägel aus.

Die Beteiligung der Muskulatur ist oft erst Monate nach Auftreten der Hautveränderungen festzustellen. Besonders Hunde mit nur leichten Hautveränderungen zeigen keine Erkrankung der Muskulatur. Art und Schweregrad der Muskelerkrankung sind sehr unterschiedlich. Starke Beteiligung der Muskulatur bewirkt Schwierigkeiten beim Kauen, Trinken, Schlucken und Gehen. Die „schmutzige“ Wasserschüssel, die Futterbestandteile enthält, kann ein Anzeichen für Schluckbeschwerden durch Dermatomyositis sein. Manche Hunde zeigen einen anormalen Gang.

Wie wird Dermatomyositis diagnostiziert?

Auch bei dieser Krankheit ist die exakte Diagnose von großer Wichtigkeit, da andere Erkrankungen, wie z.B. Lupus und Leishmaniose ähnlich aussehen können. Die Verdachtsdiagnose wird aufgrund der Rasse, des Alters und der Verteilung der Veränderungen gestellt. Eine Bestätigung der Diagnose erfolgt durch eine Hautbiopsie. In manchen Fällen sind auch eine Muskelbiopsie und ein Elektromyogramm sinnvoll.

Abb. 2: Dermatomyositis an den Pfoten

ABB. 2: DERMATOMYOSITIS AN DEN PFOTEN

Wie wird Dermatomyositis behandelt?

Da der Schweregrad der Erkrankung so unterschiedlich sein kann, variiert auch die Behandlung stark. Milde Formen heilen von selbst, manche allerdings unter Narbenbildung. Die Hautveränderungen sind leichter zu behandeln als die Muskelerkrankung. Unglücklicherweise sind einige Hunde mit starker Muskelbeteiligung trotz Therapie sehr geschwächt.

Die Therapie der Hautveränderungen besteht meist in der Gabe von Vitaminen und Fettsäuren. Die Verwendung von Cortison sollte aufgrund zahlreicher Nebenwirkungen auf schwere Erkrankungsfälle beschränkt werden. Manchen Tieren kann durch andere immun-modulierende Medikamente geholfen werden.

Abb. 3: Kerion

ABB. 3: KERION

Quelle:https://hauttierarzt.de/dermatomyositis

Tiere mit einer nachgewiesenen Dermatomyositis sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.